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jörg

(Junior Member)

geändert von: jörg - 31.01.04, 09:34:41

Hallo, ich habe eine Halle, 110qm, Raumhöhe ca 3,5m. Nun stellt sich die Frage nach der Heizung. Holz ist kein Thema, ich habe mit dem Bezierksschorsteifegermeister soweit alles besprochen freuen . Rauchrohr außen, der Ofen soll an einer dicken Wand in die Mitte, Rohr d=150mm. Ich habe ein Kachelofeneinsatz im Visier mit Augen rollen , ausschamottiert, ohne Rost, ca 10Kw. ich möchte ihn auf eine Palette setzen, (Fermacell), ummauern mit Magnesit-Kernspeichersteinen zwinkern , NF,ein Stein ist ca 8Kg schwer.(Ähnlich wie Biofire). Das Ganze als Kachelofen mit luftzierkulation ummauern. Reicht das?Gehen diese schweinedichten Steine aus einem Elektroofen?(Industrie!) verwirt
(habegeradeeinollenkanonenofendenichjedehalbestundebeschickenmuß-nerf! wütend )
Kriege ich das dann so hin, das ich nur selten nachlegen muß?
Isolierung: 3Wände Halbstein, 1(wo Ofen hin soll 36cm 2-Schalig, Tore 25mm MDF+2mm Syropor+Blech, Decke 1Lage Gipskarton 9,5mm +ca 10cm Glaswolle. so 15° wäre OK. Ist so eine Bauart sinnvoll? Also, schreibt fleißig!
30.01.04, 17:01:38

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Jörg

Da werden Sie nicht viel Glück haben. Sie benötigen, über den Daumen, eine Heizleistung von ca. 15kW. Das kann Ihr 10kW Heizeinsatz zwar gerade schultern. aber es bedeutet gleichzeitig dass er natürlich dauernd brennen muss.
Warum bauen Sie mit Ihren Steinen nicht einen Grundofen in entsprechender Größe?. Dann würde es reichen wenn Sie, in dem Fall 3-4mal Holz auflegen würden.
Sie brauen dazu aber einen Ofenbauer der das berechnen kann und der das auch bauen kann.

Gruß

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
31.01.04, 12:20:06

jörg

(Junior Member)

Hallo und danke erstmal. Warum 15kW? Ich denke, die Isolierung ist einigermaßen ok, WIE genau sieht ein Grundofen aus? Reicht da nicht die Variante mit einem voll ausgemauerten Kacheklofeneinsatz, der als Muldenbrennraum ausgeführt ist, ohne rost; damit die Hitze gut nach aussen abgegeben wird? Wenn ich ihn zusätzlich mit Zügen aus den o.G. Steinen vermauere? Gute Luftzirkulation, ca 0,5qm Fläche der Öffnung? Ofenbauer werde ich nicht konsultieren, da ich dafür kein Geld habe.Gruß, jörg
31.01.04, 22:03:24

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Jörg
Einen Einsatz können Sie ummauern wie Sie wollen. Er gibt seine Wärme in erster Linie per Warmluft ab. Das auch dann wenn ein gemauerter Zug daran ist. Aber, und das ist das Problem, Warmluft kommt eben nur solange Feuer brennt. Mit Speicherung ist da nicht viel. Deswegen müssen Sie damit praktisch dauernd heizen.
Beim Grundofen ist das ganz anders. Er speichert die erzeugte Wärem kpl. und gibt sie über einen längeren Zeitraum, primär als Strahlung, ab. Außerdem ist die Feuerungsleistung, bei einem grundofen wie Sie den bräuchten, viel höher. In Ihrem Fall wären das ca. 150kW. Ihr 15er Schornstein ist da aber vermutlich zu klein. Je nach Höhe des Schornsteins ist min. 20cm notwendig. Das muss man aber genau berechnen.
Fazit: Das was Sie vorhaben kann schon funktionieren. Aberr das was Sie sicher erhoffen, nämlich nur 2-3 mal Holz nachzulegen, wird nicht funktionieren.
Gruß

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
01.02.04, 07:56:14

jörg

(Junior Member)

Hallo nochmal; also sagen Sie, die Speicherkapazität würde nicht reichen.Wie sieht es dann mit einem z.B.Biofire-ofen aus, ich kann doch auch ca 1Tonne Steine vermauern, sicher muß ich dann auch zuerst mind.1 Tag Durchheizen, wenn die Masse heiß ist, kann ich doch drosseln. So mein Gedanke. Also ein Ofeneinsatz mit einer Luke, kein rost sondern voll als "Brennloch" mit Scharmotte ausgebildet,+1Tonne Steine drumrum und als Züge ausgebildet, die dann in ein 150er Rohr übergehen. Das alles wird dann mit alten Kacheln und Luftzüge verkleidet. Idealerweise auf eine Europalette, STAHL!-Grundgerüst verschraubt/verschweißt, kann ich dann bei Bedarf versetzen/ woanders aufstellen. Gruß, jörg
02.02.04, 14:33:33

jörg

(Junior Member)

Ja, gehen diese Magnesit-Kernspeichersteine denn? Also bei einem Format von ca 24x11x6cm wiegt einer 8kg. Sehr schwer.Die waren damals von elek.Glühwendeln umgeben, aus einem Ofen der auch die gespeicherte energie langsahm abgab. Sie sind so blau-schwarz-violett. Kennt die jemand?
Was ist denn dann der Unterschied zum Grundofen? Jörg
02.02.04, 14:40:02

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Jörg

Ein Biofireofen ist ein Grundofen. Das hat nichts mit der Menge Schamotte zu tun, sondern mit der Art mit der diese verbaut werden.
Ein Grundofen speichert die gesamte, im Brennraum erzeugte, Wärme auf und gibt sie dann, über die Oberfläche als Wärmestrahlung ab.
Im Feuerraum sind, während des Abbrandes, ca. 1000°C. Die Rauchgase gehen mit ca. 200°C in den Schornstein. Dazwischen sind 800°C Differenz, entspricht (alles über den Daumen) ca. 80% der eingesetzten Energie. Diese 80% speichert der Grundofen auf. Der Feuerraum des Grundofens hat eine Feuerungsleistung von ca. 15x der Nennleistung. Also ein Grundofen der, so wie Sie das brauchen, pro Stunde durchschnittlich 10kW liefert, hat eine Feuerungsleistung von ca. 150kW. Davon werden 80% = ca. 120kW gespeichert und über ca. 12 Stunden an den Aufstellraum abgegeben.
Ein Kachelofen mit Heizeinsatz hat im Brennraum (wenn das ein sehr gutes Gerät ist) ebenfalls ca. 1000°C. Davon gehen 200°C in den Schornstein. Ca. 500°C der Temp.Diff. von 800°C gibt der Ofen über seine Außenhaut (Gußkörper) als Warmluft und Strahlung direkt wieder ab. Die verbleibenden 300°C können Sie in einem gemauerten Zug speichern und wie beim Grundofen, über einen längeren Zeitraum abgeben.
Der Heizeinsatz hat z.B. 10kW. Sie können einem solchen Einsatz (wer weiß wie lange) ca. 15kW abverlangen. Davon können Sie ca. 30% speichern. Das sind dann rund 4,5kW. Höher ist die Speicherung einfach nicht. Bedeutet dass der Ofen alle 1,5 Stunden aufgeheizt werden muss, wenn er kontinuierlich, durchschnittlich 10kW/h liefern soll.
Also einfache Rechnung.
Der Grundofen speichert bei einem Abbrand 120kW/h.
Der Kombiofen (Heizeinsatz mit gemauertem Zug) ca. 4,5kW.

Hier liegt der Hase im Pfeffer.

Zu Ihrer zweiten Frage.

Wenn die Magnesitsteine vorher als Wärmespeicher benutzt wurden, dann können Sie damit auch Ihren Ofen bauen (lassen).
Das mit der Palette wird aber kaum funktionieren. Es sei denn Sie haben einen 4to stapler zur Verfügung und ersetzen die Palette durch eine entsprechend stabile Unterkonstruktion. Ich glaube nicht dass der Ofen, gerade mit Ihren schweren Steinen, leichter gebaut werden kann.

Das mit der Ummauerung hat wenig Wert. Die Wärme muss als Warmluft abgeführt werden und kann somit die Ummauerung nur mäßig erwärmen. Wenn Sie die Umluft verhindern, dann machen Sie nur ruckzuck den Einsatz kaputt, weil Sie diesen dann gnadenlos überheizen. Außerdem hätte dieser dann immer noch nicht die notwendige Feuerungsleistung.

Ohne fachliche Unterstüzung können Sie sowas aber nicht selbst bauen. Da lauern zuviele Fallstricke. Das kann auch bei weitem nicht jeder Ofenbauer.
Wenn Sie sich dazu entschließen kann ich Ihnen aber vieleicht mit einem entsprechenden Profi aushelfen. Das muss nicht so teuer sein.

Gruß

Theo

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
02.02.04, 16:45:39

Theo Kern

(Administrator)

noch ein Nachtrag zum vorherigen Beitrag.

In dem Grundofen verbrennen, Sie für den Heizbedarf von 24 Stunden, 2x ca. 35kg Holz.

Im Kombiofen (wie beschrieben) 16x ca. 4,5kg Holz, ebenfalls für den Heizbedarf von 24 Stunden.

In der Praxis ist das Verhältnis allerdings für den Grundofen günstiger. Der Grund dafür ist einfach und logisch. Bei einem Grundofen haben Sie 2x täglich, jeweils ca. 1 Stunde lang, Verlust über den Schornstein. Beim Kombiofen sind das 16 Stunden täglich. Pro Stunde ist der Abgasverlust beim Grundofen zwar, bedingt durch die größere Abgasmenge, zwar größer, aber insgesamt deutlich weniger. Sie können davon ausgehen dass ein richtig gebauter Grundofen, gerade in der Größe die Sie brauchen, auf einen Wirkungsgrad nahe 90% kommen kann. Beim Kombiofen müssen Sie mit 80% sehr zufrieden sein.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
02.02.04, 16:55:49

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Jörg

Biofire ist ein Grundofen, hat also keinen Einsatz!!!
Mit einem Einsatz können Sie nur wenig speichern, müssen also oft nachlegen.
Das was Sie möchten hat nichts mit Biofire zu tun, das wovon ich rede
hingegen schon.

Mit freundlichen Grüßen


Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
03.02.04, 14:34:46
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