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Theo Kern

(Administrator)

Hallo Herr Kern,

leider finde ich ihre Mail mit meinen Zugangsdaten nicht mehr. Hätten sie die Freundlichkeit, den folgenden Beitrag ins Gästebuch einzusetzen? Danke!


Selbstbauprojekt mit Hindernissen

Nachdem ich in zwei anderen Beträgen hier im Forum schon den Weg bis zur Auftragsvergabe geschildert hatte, kommt jetzt der Weg bis zum (fast) fertigen Ofen.

Vor allem soll meine große Zufriedenheit mit dem Ergebnis und der große Komfort mit dem Ofen zum Ausdruck kommen. auch wenn die Überschrift etwas anderes vermuten lässt. Sicher ist nicht alles perfekt. Aber das würde auch nicht zu mir passen.

Zwischen der Auftragsvergabe an Herrn Kern und dem geplanten Liefertermin (Ende August) ist leider meine linke Hand erkrankt, sodass eine Operation nötig wurde. Die Prognose der Ärztin war, dass ich meine linke Hand nach der Operation am 02. Oktober 4-6 Wochen nicht benutze könne und auch nicht dürfe. Da aber dann bereits der Ofen betriebsbereit sein sollte, blieb mir für den Bau praktisch nur der September. Hilfe war nur sporadisch zu erwarten.

Außerhalb der Verantwortung von Herrn Kern verzögerte sich dann auch noch die Lieferung des Materials um eine gute Woche. Und die Spedition hat die Anlieferung auch großzügige 10 Minuten vor dem Eintreffen des Lkw avisiert.

Ich lebe in Ost-Belgien und die hiesige Amtssprache ist deutsch. Aber natürlich auch französisch. Mein Französisch ist irgendwo zwischen "Pardon?" und relativ guter Verständigung.

Das Telefonat mit der Spedition (oder war das auch der Fahrer?) war beendet und schon hielt vor meinem Haus ein Zwölftonner. Aber ohne Ladekran. "Das wird ja lustig," war mein erster Gedanke. Genau so kam es auch. Der Zugang zu meinem Haus ist über einen unbefestigten Waldweg. Im Mai/Juni hatte der Dachdecker schon festgestellt, dass er sein Material mit einem Lkw mit Ladekran anliefern lassen müsste. Das war auch vollkommen unproblematisch. Ganz anders an diesem Tag.

Die Mini-Rädchen des Hubwagens, den der Fahrer dabei hatte, versanken sofort im Sand. Nach ca. 15 Minuten meinte der Fahrer :"Je suis malade!", was sowohl müde als auch fertig heißen konnte. Die 2. Palette wollte er auf dem (öffentlichen) Weg stehen lassen, die zwei anderen Paletten wieder mitnehmen. Sein Rückruf in der Spedition hat seine Laune noch weiter in den Keller gedrückt, da er von da wohl zu hören bekommen hat, weiter abzuladen. Insgesamt habe ich 80% der Arbeit gemacht und ihn schimpfen lassen. Nach 3 Stunden hatte ich die 4 Paletten in der Einfahrt.

In den nächsten Tagen kam freundlicherweise Herr Kern noch einmal vorbei, um evtl. offene Fragen zu besprechen. Dann ging es los. Inzwischen war das erste Drittel des Septembers schon vorbei. Also Zeichnungen gelesen und scheinbar verstanden, Boden von den vorhandenen Fliesen befreit und die Maße übertragen und los.

Mit Herrn Kern war vereinbart, jeden Tag vom Baufortschritt Fotos zu schicken. Das war auch meine Rettung. Denn ich hatte zwar den Grundriss des Ofens richtig auf den Boden übertragen, die ersten 4 oder 5 Reihen jedoch auf die "falsche" Seite der Linie gesetzt. Meine Rettung war, dass Herr Kern dies auf den Fotos erkannt hat. Dazu kam, dass bei meiner abendlichen Beschäftigung mit dem Lesen der Zeichnungen ich keinerlei Vorstellung davon bekommen habe, wie sich der Ofen, hier besonders die Züge, entwickeln würden. Den gemachten Fehler zu beheben, zu analysieren und dann das "richtig" zu erkennen, war kein Problem. Aber mich hatte mein Selbstvertrauen verlassen (obwohl ich doch eigentlich genug davon habe, meine ich).

Herrn Kern habe ich eine Mail geschickt mit genau dieser Aussage und der Frage, ob die Fa. KerakmikArt den Ofen nicht setzen wolle. Er wiederum hat mich wieder aufgebaut und ermutigt, es selbst zu machen. So ist es dann auch gekommen.

Ich hatte noch gut 2 Wochen. Gemütlich arbeiten ist anders. Und nur an einem Wochenende hatte ich Hilfe. Allerdings eine sehr tatkräftige. Und so hat es dann auch geklappt. An dem Wochenende vor meinem Klinikaufenthalt war der Ofen fertig. Fertig bis auf die Verkleidung. Ich verkleide den Ofen mit Buntschiefer. Das musste jetzt warten. Für die Zeit in der Klinik hat hier ein befreundetes Pärchen gewohnt und auf meinen Hund aufgepasst. Die sollten den Ofen natürlich nicht trocken heizen. Da ich aber seit ca. 10 Jahren keine Heizung mehr habe, habe ich ihnen 2 Radiatoren ins Wohnzimmer gestellt. Petrus hatte jedoch ein Einsehen und das Wetter blieb unverhältnismäßig warm.

Wenn eine Chirurgin ankündigt, dass man nach einer OP seine Hand 4 - 6 Wochen nicht benutzen darf, ist das eine Sache. Wenn das aber auch noch eintrifft, hat das eine ganz andere Dimension. Meine Freunde haben mir einen vollen Korb Holz hingestellt und vom Dachdecker übrig gebliebene Dachlatten zurechtgesägt. Als die Wartezeit dann endlich vorbei war, habe ich Holzscheite gewogen, um eine Vorstellung von dem Gewicht zu bekommen. Mit einer Hand Holz in einen Ofen zu stellen ist ähnlich mühsam, wie mit einer Hand zu duschen oder zu essen. Aber es geht alles. Inzwischen habe ich wieder zwei Hände und der Ofen läuft im täglichen Betrieb.

Ich bin nicht nur zufrieden, ich bin begeistert!!! Wir, mein Ofen und ich, haben uns schnell aneinander gewöhnt. Ich kann inzwischen auch den Wetterbericht mit meinem Heizverhalten in Einklang bringen. Die Wärme ist wunderbar und wunderbar gleichmäßig. Auch wenn der Ofen bisher noch nicht gefordert war, traue ich ihm seine Leistung auch bei richtig winterlichen Verhältnissen zu. Wir hatten bisher lediglich einige Tage mit +1 - +3 Grad und ebensowenig Nächte mit leichtem Frost bis -5 Grad.

Mein Fazit ist vollste Zufriedenheit. Ich würde es unter diesen Umständen nicht noch einmal machen wollen. Aber dieses Projekt war für mich nur durch das Konzept der Fa. KeramikArt möglich. Ohne die zuverlässige Begleitung und Beratung, auch Korrektur, durch Herrn Kern, wäre ich vermutlich gescheitert. Dieses Lob gebe ich auch gerne als Empfehlung an meine Bekannten weiter, die mich auf den Ofen ansprechen.

Bilder vom "Rohbau-Ofen" gibt es nicht. Wenn, dann vom fertigen Projekt. Und das wird April/Mai. Allen denjenigen, die sich so etwas überlegen, sei hiermit gesagt, dass es möglich ist! Ich hatte und habe immer noch einen Riesen-Respekt und viel Achtung vor den Leuten, die das richtig können. von Konzeption und Planung mal ganz zu schweigen. Aber das Konzept des "betreuten Bauens eines Grundofens" ist schlüssig und zuverlässig. Und führt zum Erfolg!

Eingestellt von mir im Auftrag des Verfassers.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
05.12.18, 07:03:59
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