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awo13

(Advanced Member)

Hallo,

ich bin absoluter Holzofen-Newbie und hoffe auf Hilfe von euch!

Ich habe vor drei Wochen einen kleinen Grundofen (Bausatz der Firma Brula – „CityGrundi Mini“) für mein Wohnzimmer (Genossenschaftswohnung) gekauft, welcher von einem Hafner aufgebaut wurde. Ich weiß, der Ofen ist für einen Grundofen sehr klein (für manche von euch wahrscheinlich zum Schmunzeln ;)), dafür aber vom Gewicht her mit ca. 350 kg Wohnungsboden-tauglich und mit 2,2 kw perfekt – dachte ich jedenfalls. Mein Ofen hat keine Kacheln vorne sondern ist nur weiß verputzt.

http://www.brula.de/fileadmin/brula/PDF/Neuheiten/16_Brula_CityGrundi.pdf

Das Wohnzimmer, das ich damit heizen möchte, hat 27m2 mit 3-fach verglaster Balkontüre und Fenster, ist also nach Renovierung recht gut isoliert.

Als Heizmaterial stehen mir trockenes Hainbuchen- und Erlenholz sowie Holzbriketts zur Verfügung und ich heize momentan am frühen Abend ein.

Der Rauchfang (ein sogenannter „Notkamin“) ist gemauert, hat einen Durchmesser von 14 cm, laut Rauchfangkehrer eine wirksame Höhe von 7,5 m und befindet sich an einer Innenmauer. Der Ofen hat einen Rauchrohranschluss von 130 mm, passt also zu meinem Rauchfang.

Der Ofen hat nur einen Luft-Regler, den ich beim Anheizen ganz offen habe (+ geöffneter Balkontüre und gegebenenfalls angelehnter Heiztüre) und wenn das Feuer gut brennt, ein Stück schließe (wenn es so weit kommt, dass es gut brennt …)

So – und jetzt gehen meine Probleme los: ich habe es bisher nur 2x geschafft, einen halbwegs ordentlichen Abbrand zustande zu bringen und ich glaube mittlerweile, dass der Rauchfang daran schuld hat. Ich hab’ schon so viel gelesen und so viel ausprobiert, aber irgendwie will mir das (problemlose) Heizen nicht gelingen.

Laut Betriebsanleitung soll man mit 1,5 kg kleinen Scheiten (2-4 cm Durchmesser) anheizen, dann kann man bis zu 2,4 kg größere Scheite nachlegen.

Das Aschebett im Feuerraum ist 3–5 cm hoch. Die erste Ladung zünde ich mit Anzündholz und Holzwolle-Anzünder (von oben, von unten, stehend, liegend, alles schon probiert) – meistens brennt es gut an, manchmal auch gut fertig, aber selbst wenn dieser Abbrand funktioniert und auch die Flammengröße gut und heiß genug aussieht (dann dauert er ca. 25–30 min.), ist der Feuerraum nachher komplett verrußt und die verbleibende Glut nicht heiß genug, um eine zweite Ladung ordentlich zu entzünden und größere Holzstücke (von ca. 1 kg) wollen auch später gar nicht gut brennen.

Auch bei der 2. Ladung gebe ich ein paar kleine Scheite dazu, damit das Nachlegen wenigstens halbwegs funktioniert – meistens ist es jedoch so, dass, auch wenn ich in verbleibende Flammen der ersten Ladung lege und das neue Holz ganz vorsichtig mit Luft dazwischen einschichte, das Feuer erstickt (Luft ist da natürlich wieder ganz auf). Oft werfe ich dann Anzündholz nach und/oder auch Anzünder – wie das jedes Mal raucht und stinkt, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen … die Ofenfront über der Heiztüre ist auch schon ganz braun! traurig

Wenn es sich dann noch immer nicht entzündet, mache ich ein paar Mal ein Lockfeuer mit Zeitungspapier im Kamin (die Kamintüre befindet sich hinter dem Ofen im Wohnzimmer) und wenn ich Glück habe, fängt es dann nach nochmaligem Nachwerfen eines Anzünders verhalten an zu brennen (kann aber auch passieren, dass es nach ein paar Minuten wieder ausgeht und alles geht von vorne los).

Andererseits ist es mir einmal schon passiert, dass der Rauchfang so gut gezogen hat, dass 2 kg Hainbuchenscheite trotz stark gedrosselter Luftzufuhr in einer halben Stunde weggebrannt sind – war aber wirklich nur ein einziges Mal, aber da hat sich dann auch der Feuerraum stellenweise wieder „entrußt“.

Ich bin echt ratlos – so sehr ich mich auf den Ofen gefreut habe, so frustriert bin ich jetzt – zumal ich auch keine „Wohlfühltemperatur“ in meiner Wohnung zusammenbringe, aber das ist eine andere Baustelle … da frag’ ich dann später genauer nach – eins nach dem anderen.

Wäre für Tipps wirklich dankbar, so ist das kein Zustand, vor allem ist der Innenraum des Ofens schon ganz verrußt und brennt sich gar nicht mehr frei. Meint ihr, dass so ein Windkat Abhilfe schaffen kann oder übersehe ich etwas Grundlegendes?

Danke schon Mal!

Herzliche Grüße aus Wien
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 12:12:31

Robert

(Senior Member)

Hallo awo13
Mir gefällt mal Ihr Vorgehen: Sie betrachten primär mal das Abbrandverhalten und sekundär das Wärmen: ohne richtiges Feuer wird aus dem Heizen nichts.
Aus Ihrer Schilderung ergeben sich mal ein paar Fragen:
- liegen an dem Schornstein andere Feuerstellen?
- ist die wirksame Länge (7.5m) gemessen vom Rauchrohreintritt Ihrer Feuerstelle bis zur Schornsteinmündung?
- haben Sie in der Wohnung Ventilatoren laufen: Küche, WC, Bad?
- Was sagt denn Ihr Ofenmonteur zu seinem Werk?
Gruss Robert
27.11.16, 13:04:10

awo13

(Advanced Member)

Danke für Ihre schnelle Antwort! Zu Ihren Fragen:


- liegen an dem Schornstein andere Feuerstellen?

nein


- ist die wirksame Länge (7.5m) gemessen vom Rauchrohreintritt Ihrer Feuerstelle bis zur Schornsteinmündung?

das weiß ich, offen gestanden, nicht – und ich glaube auch, dass es der Rauchfangkehrer nur geschätzt hat, als er wegen dem Kaminbefund hier war. Von Mitte Rauchrohr bis zur Decke des darüber liegendem Raum sind es 3,8 m, darüber befindet sich noch das Dach (ein ganz normales Spitzdach) und noch die sichtbare Höhe des Rauchfanges (kann ich leider beides nicht messen).


- haben Sie in der Wohnung Ventilatoren laufen: Küche, WC, Bad?

nein


- Was sagt denn Ihr Ofenmonteur zu seinem Werk?

der hat ja den Ofen nur aufgestellt und dabei noch gründlich draufgezahlt, weil erstens die Zeitangabe für die Aufstellung des Ofens nicht einmal annähernd stimmte und er auch noch Teile zukaufen und dranbauen musste, was ursprünglich nicht vorgesehen war. Ich habe ihn seit dem Aufstellen des Ofens nicht mehr gesehen, nur telefoniert und er hat mir halt die üblichen Tipps gegeben – Türe angelehnt lassen, usw.)


Ich habe auch schon mit der Fa. Brula gemailt wegen dem Verrußen des Feuerraumes und auch wegen der max. Oberflächentemperatur (die schon angesprochene zweite Baustelle), aber die Tipps des Mitarbeiters dort haben auch nur bedingt weitergeholfen.

Bin momentan bissl in Eile und schreib' dann genauer gegen Abend.

Herzliche Grüße aus Wien
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 14:59:29

Steffen87

(Senior Member)

Sie reden von nachlegen, ist das vlt doch kein Grundofen?
27.11.16, 15:27:03

Robert

(Senior Member)

Zitat von Steffen87:
Sie reden von nachlegen, ist das vlt doch kein Grundofen?

Brula nennt das Ding so. Die Masse von 350kg kann nicht viel Energie speichern. Ich schätze so 4 bis 5 kWh. Das entspricht etwa der Energie von 1,5kg Holz.
Das tut aber nichts zur Sache: ordentlich brennen sollte das Feuer trotzdem.

Gruss Robert
27.11.16, 15:42:48

Robert

(Senior Member)

Zitat von awo13:

- liegen an dem Schornstein andere Feuerstellen?
nein

Gibt es im Schornstein unterhalb des Rauchrohreintrittes eine Reinigungsöffnung?
Könnte durch die falsche Luft gezogen werden? Gibt es da irgendwo ein Leck?

Zitat von awo13:

- ist die wirksame Länge (7.5m) gemessen vom Rauchrohreintritt Ihrer Feuerstelle bis zur Schornsteinmündung?

das weiß ich, offen gestanden, nicht – und ich glaube auch, dass es der Rauchfangkehrer nur geschätzt hat, als er wegen dem Kaminbefund hier war. Von Mitte Rauchrohr bis zur Decke des darüber liegendem Raum sind es 3,8 m, darüber befindet sich noch das Dach (ein ganz normales Spitzdach) und noch die sichtbare Höhe des Rauchfanges (kann ich leider beides nicht messen).

Die Länge dürfte demnach kein Problem sein.


Zitat von awo13:

- Was sagt denn Ihr Ofenmonteur zu seinem Werk?
der hat ja den Ofen nur aufgestellt und dabei noch gründlich draufgezahlt, weil erstens die Zeitangabe für die Aufstellung des Ofens nicht einmal annähernd stimmte und er auch noch Teile zukaufen und dranbauen musste, was ursprünglich nicht vorgesehen war. Ich habe ihn seit dem Aufstellen des Ofens nicht mehr gesehen, nur telefoniert und er hat mir halt die üblichen Tipps gegeben – Türe angelehnt lassen, usw.)
Ich habe auch schon mit der Fa. Brula gemailt wegen dem Verrußen des Feuerraumes und auch wegen der max. Oberflächentemperatur (die schon angesprochene zweite Baustelle), aber die Tipps des Mitarbeiters dort haben auch nur bedingt weitergeholfen.

Dann haben Sie von da wenig Support insbesondere, wenn Sie die Rechnung bereits bezahlt haben.
Wenn letzteres noch nicht geschehen ist, konfrontieren Sie doch den Ofenmonteur mit dem Gedanken, das Ding zu demontieren! So einfach darf der Mann sich seinen Job nicht machen.
Brula nennt den Ofen "Grundofen" und spricht von nicht verrussten Scheiben: Sollen die das doch mal vormachen.

Im Moment ^habe ich keine anderen Ideen.
Gruss Robert

27.11.16, 15:54:43

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 27.11.16, 16:49:07

Die Probleme die sie schildern, deuten mMn auf zuwenig Schornsteinzug hin.Ich meine irgendwo mal in eine Bedienungsanleitung der City Grundi gelesen zu haben dass der Schornsteinzug 12Pa sein sollte. (Evt. nachfragen bei Brulla) Der Forderdruck kann der Monteur oder der Schorni messen! Sollte der Schornstein der vorgegebenen Förderdruck nicht bringen, sollte da mal nachgeschaut werden (normalerweise sollten 12Pa bei 7,5m kein Problem sein). Eine Schornsteinberechnung würde auch sehr behilfsam sein! (Und zeigt dann fast sicher dass die Tiob (Schornsteinkopfinnenwandtemperatur) zu niedrig ist)

Ich kann mir gut vorstellen dass der Schornstein einfach zu kalt bleibt, weil er gemauert ist. Bei etwas kälteres, windiges Wetter, bringt er dann evt genug Druck: Abbrand gelingt wie es sollte.

Gr Nederbelg
27.11.16, 16:36:29

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 27.11.16, 18:35:36

Im Anhang die Daten des Ofens.
Geschätzt müsste die mittlere Schornsteintemperatur so um die 100 Grad sein um 12 Pa zu erreichen. Die grosse Frage ist, ob das Öfelchen das hinkriegt. Dafür ist der Ofenmonteur verantwortlich.
Es stellt sich wieder mal die Frage bezüglich dem Huhn und dem Ei: Einerseits gibt es im Schornstein keinen Auftrieb und damit keine Luftförderung wenn kein Temperaturgefälle zur Umgebung besteht. Andererseits brennt ein Feuer nicht, wenn keine Luftförderung ansteht. Und dies beim Start des Feuers. Wenn das Feuer mal ordentlich brennt geht es von selbst.
Gruss Robert
Dateianhang:

 Brula.pdf (248.88 KByte | 5682 mal heruntergeladen | 1381.01 MByte Traffic)

27.11.16, 18:20:57

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 27.11.16, 18:44:45

Mit 278 bzw 224 Grad am Rohrstützen und nur 8,7g/sec, zweifle ich auch sehr daran!

Gr Nederbelg
27.11.16, 18:42:52

awo13

(Advanced Member)

Gibt es im Schornstein unterhalb des Rauchrohreintrittes eine Reinigungsöffnung?
Könnte durch die falsche Luft gezogen werden? Gibt es da irgendwo ein Leck?


Ja, das gibt es (ca. 1 m darunter) und seitdem der Rauchfangkehrer da war, klappert die Innentüre, wenn es windig ist. Luftzug spüre ich keinen, wenn ich die Hand davor halte – allerdings geht jetzt auch kein Wind. Ich werde mal etwas zwischen Innen- und Außentürl klemmen, damit das ganze fixiert ist – ist mal ein guter Ansatz – danke!


Brula nennt den Ofen "Grundofen" und spricht von nicht verrussten Scheiben: Sollen die das doch mal vormachen.

Die Scheiben verrußen komischerweise gar nicht, nur der Feuerraum, aber der eben ganz gewaltig!


Die Probleme die sie schildern, deuten mMn auf zuwenig Schornsteinzug hin.Ich meine irgendwo mal in eine Bedienungsanleitung der City Grundi gelesen zu haben dass der Schornsteinzug 12Pa sein sollte. (Evt. nachfragen bei Brulla) Der Forderdruck kann der Monteur oder der Schorni messen! Sollte der Schornstein der vorgegebenen Förderdruck nicht bringen, sollte da mal nachgeschaut werden (normalerweise sollten 12Pa bei 7,5m kein Problem sein). Eine Schornsteinberechnung würde auch sehr behilfsam sein! (Und zeigt dann fast sicher dass die Tiob (Schornsteinkopfinnenwandtemperatur) zu niedrig ist)

Ja, in meiner Bedienungsanleitung steht 12Pa – müsste das nicht der Rauchfangkehrer gemessen haben, als er wegen des Kaminbefundes hier war? Stehen tut jedenfalls nichts dergleichen im Befund, aber ich werde mal nachfragen. Die Rauchfangberechnung macht wahrscheinlich auch er, oder? Den wollte ich eigentlich nicht mehr kommen lassen – der verlangt jedes Mal, wenn er da ist, für 5 Minuten Anwesenheit einen Haufen Geld … mit Augen rollen


Ich kann mir gut vorstellen dass der Schornstein einfach zu kalt bleibt, weil er gemauert ist. Bei etwas kälteres, windiges Wetter, bringt er dann evt genug Druck: Abbrand gelingt wie es sollte.

Kann ich mir auch gut vorstellen, dass es daran liegt (Notkamin eben, mittlerweile 30 Jahre alt und nie benützt) – Rohr einziehen ist aber leider nicht, weil dann vom Querschnitt nichts mehr übrig bleibt …


Ich komme noch einmal darauf zurück, dass ich mit einem Mitarbeiter der Fa. Brula gemailt habe:
1. wegen des Verrußens des Feuerraumes
2. weil aus der Bedienungsanleitung nicht klar hervorgeht, wie oft man wie viel Holz nachlegen darf.
3. was es auf sich hat mit der maximalen Oberflächentemperatur von 85° (weil, wenn das die Temperatur an der heißesten Stelle des Ofens betrifft, verändert sich die Temperatur meines Wohnzimmers nur marginal)

Die Antworten waren (auszugsweise)folgende:

Die 85° beziehen sich auf die heißeste Stelle des Ofens (direkt über dem Brennraum).

Natürlich sind mehrere Beladungen hintereinander möglich. Dabei jedoch immer die Oberflächentemperatur im Blick behalten.

Verrußen des Feuerraumes = zu niedrige Temperaturen.

- Legen Sie eine größere Holzmenge (2-2,4Kg) beim Nachlegen in den Brennraum.
- Öffnen sie die zuvor gedrosselte Luftzufuhr nach dem Nachlegen (Feuerraum Türe kann geschlossen bleiben).
- Sobald das Holz angebrannt ist, können Sie die Luftzufuhr drosseln ohne dabei die Flammen zu ersticken (Drehknopf auf ca. ¼ auf)
- Ein weiteres drosseln der Luftzufuhr kann in der Glutphase erfolgen, um eine Auskühlung des Ofens zu vermeiden

Diese Vorgehensweise verhindert eine unnötige Auskühlung der Brennraumes durch zu hohe Verbrennungsluftzufuhr und zu wenig Brennstoff.
Durch beherzigen der oberen Angaben sollte Ruß vermieden werden und bestehende Rußablagerungen beseitigt werden.



Heute am frühen Nachmittag hat das Einheizen ausnahmsweise mal wieder recht gut funktioniert (nach obiger Anleitung, allerdings nicht mit gedrosselter Luft, sonst wäre das Feuer wieder erstickt) – trotzdem hat sich der Feuerraum nicht einmal ansatzweise "entrußt". traurig Die ersten 1,5 kg haben 20 Min. gebraucht, die nächsten 2 kg ca. 40 Min. Der Clou ist, dass ich, wenn überhaupt, immer erst nach der zweiten Ladung eine schöne, richtig wabernde Glut habe, in die ich perfekt nachlegen könnte (ich denke, da ist dann auch der Rauchfang warm genug, um gut zu funktionieren), aber da darf ich dann nicht mehr, weil sonst der Ofen zu heiß wird … es ist zum Mäuse melken …

Was die Ofen-Oberfläche angeht, habe ich schon nach 1x nachlegen von 2–2,4 kg eine max. Temperatur von bis zu 120° an der heißesten Stelle – von wegen "mehrere Beladungen sind möglich". Antwort von Brula, als ich den Mitarbeiter damit konfrontierte:

Wenn Sie das Heizen nach der von uns beschriebenen Anleitung durchführen, wird der Ofen auch bei etwas höheren Temperaturen an der Oberfläche keinen Schaden nehmen.

Auf meine Frage, welche Temperaturen die Oberfläche maximal aushält, bekam ich natürlich keine Antwort. Als ich nämlich die ersten Tage nach Gefühl 2x nachgelegt habe (da hatte ich noch kein IR-Thermometer und auch keine Ahnung, wie sich 85° anfühlen) war es richtig heimelig hier und auch der Feuerraum hat sich mit der letzten Ladung gut freigebrannt – aber im Nachhinein gesehen ist der Ofen damit natürlich viel zu heiß geworden …

Herzliche Grüße
awo13


Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 19:08:36

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 27.11.16, 19:27:07

Jah und dadurch den ganzen Wirkungsgrad futsch! (Aber dadurch auch den Rauchfang warm genug)
2kg in 40 Minuten klingt schon gut. Hatten sie dann schon gedrosselt oder nicht?

Ginge evt. ein 125mm Rohr nicht mehr im schornstein herein?

Gr Nederbelg
27.11.16, 19:24:58

awo13

(Advanced Member)

Oha, gerade gesehen, dass noch Antworten kamen, während ich meinen Roman geschrieben habe!

Zitat von Robert:
Im Anhang die Daten des Ofens.
Geschätzt müsste die mittlere Schornsteintemperatur so um die 100 Grad sein um 12 Pa zu erreichen. Die grosse Frage ist, ob das Öfelchen das hinkriegt. Dafür ist der Ofenmonteur verantwortlich.

Wie kann das Problem der Hafner lösen? Er muss ohnehin nochmal kommen und hat auch gesagt, er heizt dann mit mir ein. Wenn ich weiß, was ich ihm sagen oder vorschlagen kann, tu ich mir leichter.


Hier noch die technischen Daten, die ich in meiner Bedienungsanleitung stehen habe:

Feuerungswärmeleistung 10,5 KW
Nennwärmeleistung 8 KW
Abgasmassenstrom 8,72 g/s
Abgastemperatur 278°C
Mindestförderdruck 12Pa


Herzliche Grüße
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 19:25:54

awo13

(Advanced Member)

Zitat von nederbelg:
Jah und dadurch den ganzen Wirkungsgrad futsch! (Aber dadurch auch den Rauchfang warm genug)
2kg in 40 Minuten klingt schon gut. Hatten sie dann schon gedrosselt oder nicht?

Nein, ich hatte nicht gedrosselt, nur einmal kurz probiert und das hat mir vom Flammenbild gar nicht gefallen, deshalb habe ich wieder aufgemacht bis zum Schluss.

Wieso ist der Wirkungsgrad futsch? Wenn der Ofen heißer wird, strahlt er ja auch mehr Hitze in den Raum ab. Ich gestehe, dass ich die ganzen Berechnungen überhaupt nicht behirne, obwohl ich schon so viel gelesen habe. verwirt

Zitat von nederbelg:
Ginge evt. ein 125mm Rohr nicht mehr im schornstein herein?

Keine Ahnung, ich weiß nur, dass mir der Rauchfangkehrer die Auflage gegeben hat, einen Ofen mit einem 130 mm-Rohranschluss zu kaufen, damit er zum Rauchfang passt – ich denke, er würde dann mit dem Ofen nicht mehr einverstanden sein. Ich hatte ihn damals gefragt, ob auch eine Rohrverengung von 150 auf 130 mm in Frage kommt und er hat verneint.

Herzliche Grüße
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 19:36:33

nederbelg

(Senior Member)

Da sieht mann schon wieder wie auch die Hersteller mit den Daten pfuschen:

Nennwarmeleistung 8kW!!!!

Dafür sollte also jede Stunde zirka 2,5kg Holz aufgelegt werden!!!

Andernseits sagt Brulla: Heizleistung 2,4kW

Sie verkaufen das Teil als "Kleinspeicherofen" und geben Daten als wäre es einen normalen Kaminofen .

Gr Nederbelg
27.11.16, 19:36:55

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 27.11.16, 19:47:44

Zitat von awo13:


Wieso ist der Wirkungsgrad futsch? Wenn der Ofen heißer wird, strahlt er ja auch mehr Hitze in den Raum ab. Ich gestehe, dass ich die ganzen Berechnungen überhaupt nicht behirne, obwohl ich schon so viel gelesen habe. verwirt
Weil die Schamottesteine nur eine bestimmte Menge an Energie speichern können bevor sie so heiß sind dass sie die Rauchgase nicht mehr weit genug runter kühlen können um den Wirkungsgrad zu behalten. Die Steine brauchen dann Zeit um die Energie wieder abstrahlen zu können. (In diesen Fall zirka 5,5Stunden[ 4kg x 4,2kWh/kg x 78% /2,4kW = 5,5 St])


Keine Ahnung, ich weiß nur, dass mir der Rauchfangkehrer die Auflage gegeben hat, einen Ofen mit einem 130 mm-Rohranschluss zu kaufen, damit er zum Rauchfang passt – ich denke, er würde dann mit dem Ofen nicht mehr einverstanden sein. Ich hatte ihn damals gefragt, ob auch eine Rohrverengung von 150 auf 130 mm in Frage kommt und er hat verneint.
125 oder 130mm liegt nur am Hersteller! Ginge das beide nicht?
27.11.16, 19:47:20

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 27.11.16, 19:57:44

Hallo awo13
Mir scheint das Übel identifiziert: der Schornstein passt nicht zum Ofen oder umgekehrt wenn wir nicht nur den Durchmesser sondern auch die Länge betrachten.

Zitat von awo13:

Ja, das gibt es (ca. 1 m darunter) und seitdem der Rauchfangkehrer da war, klappert die Innentüre, wenn es windig ist. Luftzug spüre ich keinen, wenn ich die Hand davor halte – allerdings geht jetzt auch kein Wind. Ich werde mal etwas zwischen Innen- und Außentürl klemmen, damit das ganze fixiert ist – ist mal ein guter Ansatz – danke!

Nicht nur das Klappern muss weg: Sie sollten die Putzöffnung dicht machen. Ich würde mal über den Deckel ein Stück Plastic (da wird ja nichts warm) kleben.

Zitat von awo13:

Ja, in meiner Bedienungsanleitung steht 12Pa – müsste das nicht der Rauchfangkehrer gemessen haben, als er wegen des Kaminbefundes hier war?

Nein, das ist Sache des Ofenlieferanten. Der hätte Ihnen diesen Ofen nicht liefern dürfen: er passt nicht zum Schornstein!

Zitat von awo13:

Verrußen des Feuerraumes = zu niedrige Temperaturen.

So ist es!

Ich habe gesehen, dass Brula vorsieht, dass zwischen den Abgas führenden Bauteilen und der Ummantelung eine Dämmmatte vorgesehen ist. Hat der Ofenmonteur die montiert?
Wenn nicht, stimmen dann halt die Temperaturwerte nicht: Sie würden dann aussen die 85 Grad eher erreichen, d.h. im Ofeninnern wäre dann eine zu tiefe Temperatur vorhanden, die den Schornstein ungenügend erwärmt.
Ich denke, dass der Ofen auch wärmer als 85 Grad werden dürfte: kaput geht da nichts aber die Verbrennungsgefahr steigt und Abstände zu Wand und Möbeln müssten grösser sein.
Ein Wert mit dem Sie im Moment nicht viel anfangen können: Um die ganze Masse von 350kg um 50 Grad zu erwärmen, benötigen Sie ca. 1.5kg Buchenholz + natürlich die Abgasverluste von ca. 20% = total ca. 2kg Holz. Natürlich ist die Wärmeverteilung nicht so schön regelmässig.

Wenn der Verkäufer seinen Murks nicht korrigieren kann / will, bleibt Ihnen kaum etwas anderes übrig, als den Ofen mit höheren Temperaturen zu fahren....oder ihn nicht zu betreiben. Ein rechtliches Geplänkel wird sich kaum lohnen.
Gruss Robert
27.11.16, 19:48:31

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo zusammen,

welcher Ofen ist es denn nun? Die technischen Angaben sind ein bisschen widersprüchlich.
Wenn des wirklich der City Grundi Mini ist, dann gilt:

Nennwärmeleistung 2,2 kW
Abgasmassenstrom 8,72 g/s
Abgastemperatur 278 °C
Mindestförderdruck 12 Pa

Die von awo13 genannten 8 kW sind sicherlich ein Versehen (siehe erster post, dort 2,2 kW).

Zitat:
Wenn der Verkäufer seinen Murks nicht korrigieren kann / will, bleibt Ihnen kaum etwas anderes übrig, als den Ofen mit höheren Temperaturen zu fahren....oder ihn nicht zu betreiben.


Ich denke awo13 hat eigentlich keine Alternative. 7,5 m gemauerter Schornstein sind schon lang. Womöglich ist das Dachgeschoss nicht beheizt und das Dach nicht einmal isoliert. Nach wie vielen Abbränden (und zwar richtig heißen!) mögen die Temperaturbedingungen erfüllt sein? Und wann wird das Kondenswasser, welches sich im Schornstein während der ersten schlechten Abbränden niedergeschlagen hat wieder abgetrocknet sein - zumal man ja immer mit einem schlechten Abbrand startet?! Das lässt sich alles pi mal Daumen NICHT abschätzen. Da muss gerechnet und gemessen werden! Alles andere ist wirklich Murks.

Gruß
Oli
27.11.16, 20:32:31

awo13

(Advanced Member)

Zitat von nederbelg:
Da sieht mann schon wieder wie auch die Hersteller mit den Daten pfuschen:

Nennwarmeleistung 8kW!!!!

Dafür sollte also jede Stunde zirka 2,5kg Holz aufgelegt werden!!!

Andernseits sagt Brulla: Heizleistung 2,4kW

Sie verkaufen das Teil als "Kleinspeicherofen" und geben Daten als wäre es einen normalen Kaminofen .

Gr Nederbelg

Dazu gibt es auch eine Antwort von Brula – ich hatte da nämlich auch wegen der KW-Differenz nachgefragt:

Die angegebenen 8KW die bei der Verbrennung pro Stunde vom Brennraum und der Nachheizfläche abgegebene Menge an nutzbarer Energie (Prüfwert).
Diese wird aber nicht unmittelbar an den Raum, sondern an die Speichermasse des Ofens abgegeben. Von der Speichermasse wird die Wärme über Stunden an die Umgebung abgegeben.
In unserer Preislist geben wir beim Ihrem Modell eine Leistung von ca. 2,2KW an.
Da bei einem Speicherofen (Grundofen) die Wärmeabgabe über die Heizflächen erfolgt, ist eine höhere Wärmeausbeute nur über einen größeren Ofen mit mehr Oberfläche möglich.
Bei leichter Bauweise eines Grundofens geht die Fachregel von einem Wert von ca. 900 Watt pro m² aktiver Heizfläche aus.


Zitat von Robert:
Nicht nur das Klappern muss weg: Sie sollten die Putzöffnung dicht machen. Ich würde mal über den Deckel ein Stück Plastic (da wird ja nichts warm) kleben.

Ok, probier ich mal! Wird halt dann schwierig, wenn ich ein Lockfeuer machen muss.

Zitat von Robert:
Zitat von awo13:

Ja, in meiner Bedienungsanleitung steht 12Pa – müsste das nicht der Rauchfangkehrer gemessen haben, als er wegen des Kaminbefundes hier war?

Nein, das ist Sache des Ofenlieferanten. Der hätte Ihnen diesen Ofen nicht liefern dürfen: er passt nicht zum Schornstein!

Das ist jetzt ein bisschen schwierig, weil ich nämlich vorher der Rauchfangkehrer-Firma einen Link zum Ofen geschickt habe mit der Frage, ob dieser Ofen genehmigt wird – die Antwort war: "der Ofen kann montiert werden". Dann habe ich mir Angebote von mehreren Hafnern in der Umgebung schicken lassen und mir den einen ausgesucht, der das fairste Angebot gemacht hat (er war auch der einzige, der einen Rauchfang-Befund verlangt hat und ich habe ihm auch das Mail geschickt, wo der Rauchfangkehrer explizit diesen Ofen als geeignet genehmigt hat). Erst dann hat er den Ofen bestellt.

Zitat von Robert:
Ich habe gesehen, dass Brula vorsieht, dass zwischen den Abgas führenden Bauteilen und der Ummantelung eine Dämmmatte vorgesehen ist. Hat der Ofenmonteur die montiert?

Ich kann mich nicht mehr erinnern, werde ihn aber fragen.

Zitat von Robert:
Wenn nicht, stimmen dann halt die Temperaturwerte nicht: Sie würden dann aussen die 85 Grad eher erreichen, d.h. im Ofeninnern wäre dann eine zu tiefe Temperatur vorhanden, die den Schornstein ungenügend erwärmt.
Ich denke, dass der Ofen auch wärmer als 85 Grad werden dürfte: kaput geht da nichts aber die Verbrennungsgefahr steigt und Abstände zu Wand und Möbeln müssten grösser sein.

Abstände zu Möbeln ist groß genug und kleine Kinder gibt es auch nicht, also das wäre jetzt nicht das Problem.

Zitat von Robert:
Ein Wert mit dem Sie im Moment nicht viel anfangen können: Um die ganze Masse von 350kg um 50 Grad zu erwärmen, benötigen Sie ca. 1.5kg Buchenholz + natürlich die Abgasverluste von ca. 20% = total ca. 2kg Holz. Natürlich ist die Wärmeverteilung nicht so schön regelmässig.

Stimmt, am heißesten ist es bei Spitzentemperaturen rund um den Feuerraum – erst später, wenn die Oberfläche auf 50–60° runtergekühlt ist, verteilt sich die gleiche Temperatur über eine größere Fläche.

Zitat von Robert:
Wenn der Verkäufer seinen Murks nicht korrigieren kann / will, bleibt Ihnen kaum etwas anderes übrig, als den Ofen mit höheren Temperaturen zu fahren....oder ihn nicht zu betreiben. Ein rechtliches Geplänkel wird sich kaum lohnen.
Gruss Robert

Die höheren Temperaturen stören mich nicht, ich hatte nur Angst, dass sie dem Ofen schaden.

Herzliche Grüße
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 20:37:20

awo13

(Advanced Member)

geändert von: awo13 - 27.11.16, 20:53:40

Zitat von pyromanenoli:
Hallo zusammen,

welcher Ofen ist es denn nun? Die technischen Angaben sind ein bisschen widersprüchlich.


Nein, das stimmt schon, siehe meinen letzten Beitrag. Ich bin aber ganz bei Ihnen, dass das Ganze widersprüchlich ist. zwinkern

Herzliche Grüße
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 20:40:31

awo13

(Advanced Member)

geändert von: awo13 - 27.11.16, 21:05:44

Zitat von pyromanenoli:
Ich denke awo13 hat eigentlich keine Alternative. 7,5 m gemauerter Schornstein sind schon lang. Womöglich ist das Dachgeschoss nicht beheizt und das Dach nicht einmal isoliert. Nach wie vielen Abbränden (und zwar richtig heißen!) mögen die Temperaturbedingungen erfüllt sein? Und wann wird das Kondenswasser, welches sich im Schornstein während der ersten schlechten Abbränden niedergeschlagen hat wieder abgetrocknet sein - zumal man ja immer mit einem schlechten Abbrand startet?! Das lässt sich alles pi mal Daumen NICHT abschätzen. Da muss gerechnet und gemessen werden! Alles andere ist wirklich Murks.

Ich habe in einem früheren Beitrag schon mal nachgefragt, wer das rechnet und misst – können Sie es mir bitte schreiben, damit ich mich darum kümmern kann?

Zum Rauchfang: 3,8 m (vom Rauchrohreingang gemessen) befinden sich in meiner Wohnung (Maisonette) – Ofen steht im WZ, der Kamin geht auch durch das Zimmer darüber (dieses ist aber nicht beheizt und das Fenster ist eigentlich ganzjährig gekippt – ist aber ein kleines Fenster und ca. 5 m vom Kamin entfernt). Darüber ist das Dach (seit 3 Jahren neu und isoliert)

Herzliche Grüße
awo13

Herzliche Grüße aus Wien, awo
27.11.16, 20:53:00
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