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Robert

(Senior Member)

Hallo udo, Hallo Fred
Das ist aber interessant:
- bei Fred verlaufen die Risse ausschlisslich in den Fugen
- bei udo sind alle Fugen ok. Die Risse laufen quer durch die Bausteine.

bei Fred:
- sind die Risse am Überbrand die Folgen eines Konstruktionsfehlers?
- Die Risse in den Fugen zwischen zwei Palegosteinen haben im darunter und darüber liegenden Stein keine Fortsetzung. Hat der Mörtel nicht dieselbe Ausdehnung wie der Stein obwohl die Wolfshöhe genau damit argumentiert? Oder ist das ein Problem der Mörtelanwendung? Oder ist es ganz einfach "normal"?
bei udo:
- Ist das eine Folge der grossen Steinstärke von 12.5cm?
- Ich denke nicht, dass der Mörtel da einen Einfluss hat.
Gruss Robert
19.06.13, 21:58:04

Fred-2

(Member)

Hallo Robert, Subnoi, Udo !

@subnoi: Ruß entsteht eigentlich kaum, allenfalls am Beginn des Abbrandes, bei minimaler Holzmenge oder in den kühleren Ecken bei der Tür. Bei Vollbrand verschwindet der Ruß dann wieder. Die Steine sind am Foto eigentlich "sauber", am Bild 2 kann man die Struktur des Steines erkennen.

Risse: Ja, es reißen nur die Fugen, nicht die Steine. Wodurch die Risse entstehen, da bin ich echt überfragt. Ich kann dazu nur Herrn Kern zitieren, der mir gelegentlich jemanden zur Überprüfung schicken will: Das sei so eher normal. Die dickeren Risse zwischen Brennraum und Zug entstünden durch die unterschiedliche Dehnung dieser beiden Baugruppen..., sowas sei nie ganz dicht, spiele aber auch keine Rolle, ... solange die Steine nicht 1 cm oder mehr abstehen.

Man findet hier im Forum nicht viele Beiträge zum Thema gerissene Fugen. Vielleicht ist das ja auch so alltäglich und normal, dass es niemand extra erwähnenswert findet?

Mfg Fred
19.06.13, 22:44:30

subnoi

(Advanced Member)

Hallo zusammen,


die Risse auf den Fotos von Udo 240 sehen aber "böse" aus. Haben Sie den Ofenbauer mal gefragt, wie es dazu kommt und ob er bei anderen Brennräumen ähnliche Probleme hatte? Wenn mich nicht alles täuscht, dann haben Sie den Ofen noch garnicht so lange, oder? Das die Fugen Risse haben können ist für mich noch einleuchtend, aber wenn die Steine beschädigt sind, muss es ja dafür einen Grund geben.

Gruss subnoi
20.06.13, 09:20:04

udo 240

(Senior Member)

Hallo, natürlich habe ich mit ihm gesprochen, er war auch schon hier. Er hat einige Öfen gebaut, die ebenfalls Risse aufweisen, da er seit 30Jahren ausschließlich Grundofen baut. Die führen nach seiner Aussage nicht zu einem Versagen des Feuerraumes, da dieser sehr massiv ist. In der Zeit in der er Öfen baut, musste bisher kein Feuerraumes erneuert werden. Ich vertraue ihm da, da der Ofen ansonsten sehr gut funktioniert und ebenfalls sehr durchdacht gebaut wurde. Das verbaute Material ist sehr hochwertig... Wenn der Raum 20 Jahre hält, dann freue ich mich schon heute auf meinen neuen Ofen in meinem Alterswohnsitz...

VG
Udo
20.06.13, 13:39:36

niroki

(Advanced Member)

Ich hätte eine Frage zu den Rissen beim Ofen von Fred-2.

1. Ist der Ofen tatsächlich von der Firma Theo Kern gebaut worden, wie es Subnoi weiter oben vermutet hat?

2. Fred-2 sagt, er hätte den Ofenbauer darauf angesprochen, er wäre auch vorbei gekommen. Was hat der Ofenbauer denn nun zu den Rissen gesagt, diese Antwort wäre für mich noch interessanter, falls das tatsächlich H. Kern gewesen wäre.

Gruß niroki
20.06.13, 16:32:15

Robert

(Senior Member)

Hallo Fred
Zitat von Fred-2:

Risse: Ja, es reißen nur die Fugen, nicht die Steine. Wodurch die Risse entstehen, da bin ich echt überfragt. Ich kann dazu nur Herrn Kern zitieren, der mir gelegentlich jemanden zur Überprüfung schicken will: Das sei so eher normal.

Über die Risse in den Fugen zwischen zwei Palegosteinen würde ich mich auch nicht aufhalten!

Zitat von Fred-2:

Die dickeren Risse zwischen Brennraum und Zug entstünden durch die unterschiedliche Dehnung dieser beiden Baugruppen..., sowas sei nie ganz dicht, spiele aber auch keine Rolle, ... solange die Steine nicht 1 cm oder mehr abstehen.

Da würde ich schon genauer hinschauen. Und zwar scheint mir das von Bedeutung, was man auf den Foto nicht sieht. Wenn diese Umrandung des Überbrandes aus Steinen vom Querschnitt 9 x 9 cm oder so ähnlich besteht, würden bei mir die Alarmglocken läuten. Wenn diese Steine aber Platten sind die nach hinten eine Fortsetzung haben und da verankert sind, ist auch das nicht so tragisch.
Durch Risse treten nie Gase aus wenn der Ofen richtig zieht: im System herrscht Unterdruck. Risse können -vor allem wenn sie über mehrere Steine gehen- die Stabilität des Ofens beeinträchtigen.
Gruss Robert

20.06.13, 16:59:30

udo 240

(Senior Member)

Alles soweit richtig, aber Steine sind extrem druckbelastabar! Ofenstabilität ist in jedem Fall gewährleistet. Belastung auf Zug, Torsion oder Abscherung wirkt ungünstig.....
20.06.13, 20:48:00

Fred-2

(Member)

geändert von: Fred-2 - 20.06.13, 22:43:36

Hallo niroki,

Ja, der Ofen wurde von der Firma Theo Kern / KeramikArt geplant und gebaut; bzw. ganz exakt ist das nicht, es hat sich dann herausgestellt, dass Herr Kern mir einen seiner Subunternehmer geschickt hat, er scheint da diverse selbständige Ofenbauer einzusetzen. Der Mann war in Ordnung. Auftrag und Bezahlung gingen an Herrn Kern, das ist auch meine Ansprechperson.

Herr Kern hat angekündigt, mir gelegentlich jemanden zur Begutachtung vorbei zu schicken, der war aber noch nicht hier. Die Zitate oben stammen aus einer mail von Herrn Kern.

Hallo Robert,

die Umrandung des Überbrands, die zu sehen ist, ist der Beginn des ersten Zugs, d.h. Decke und Boden sind aus Schamotteplatten, die Seitenwände des Zugs sind aus Schamottesteinen ca 12x 24cm gemauert. Dazu ist zu erwähnen, dass die Risse nicht rund um den Überbrand gehen, sondern wirklich nur seitlich sind.

Nachtrag: Sorgen an den Rissen macht mit noch etwas: Die Stellen, die nicht so einfach einsehbar sind. Der letzte Zug vor dem Verbindungsstück liegt direkt dem Brennraum auf, dort könnten ja auch Spannungen zwischen den beiden Bauteilen auftreten. Aber das ist reine Spekulation meinerseits.

Dass durch den Unterdruck keine Gase aus den Rissen austreten können, sehe ich auch so. Aber umgekehrt? Durch gröbere Risse könnte der Kamin auch bei kaltem und geschlossenem Ofen über die Hinterlüftung Wärme aus dem Haus ziehen, eigentlich 24 Std. am Tag. Kann das relevant werden oder ist das sehr theoretisch?

Mfg Fred
20.06.13, 22:15:27

Robert

(Senior Member)

Hallo Fred
Zitat von Fred-2:

die Umrandung des Überbrands, die zu sehen ist, ist der Beginn des ersten Zugs, d.h. Decke und Boden sind aus Schamotteplatten, die Seitenwände des Zugs sind aus Schamottesteinen ca 12x 24cm gemauert. Dazu ist zu erwähnen, dass die Risse nicht rund um den Überbrand gehen, sondern wirklich nur seitlich sind.

Die senkrechten Steine / Platten (diejenigen, welche von den Wänden vom Feuerraum durch einen Riss getrennt sind) dürfen einfach nicht locker sein und auch in Zukunft nicht locker / instabil werden.

Zitat von Fred-2:

Dass durch den Unterdruck keine Gase aus den Rissen austreten können, sehe ich auch so. Aber umgekehrt? Durch gröbere Risse könnte der Kamin auch bei kaltem und geschlossenem Ofen über die Hinterlüftung Wärme aus dem Haus ziehen, eigentlich 24 Std. am Tag. Kann das relevant werden oder ist das sehr theoretisch?

Natürlich beteht diese Tendenz. Aber: der Ofen hat eine zweite, "dichte" Schale. Hinten ist dies die Anbauwand. Die Hinterlüftung ist doch sicher vom Zwischenraum getrennt!? Der Luftstrom durch Risse wird nicht sehr gross sein. Zudem ist der Förderdruck des Schornsteins bei erloschenem Feuer auch nicht mehr sehr gross. Ich denke, dass sich bei erloschenem Feuer eine evetuelle Strömung im Schornstein feststellen liesse.

Mir scheint es primär wichtig, dass die mechanische Stabilität des Feuerraum / des Zuges sichergestellt ist.
Gruss Robert
20.06.13, 22:57:38

Marco

(Member)

Ein Grundofen hat nach meiner Ansicht nur einen Nachteil, der ist aber meiner Meinung nach sehr erheblich .
Er kann bei seinen langen Zügen leider nur mit Holz befeuert werden.
Der Preis von Holz ist allein in den lezten 8 Jahren um 90%
gestiegen, ein Ende ist beim immer höheren Bedarf nicht abzusehen , solange jeder "Hobbyofenbesitzer" seine Baumarktkiste befeuert wird der Preis leider hoch bleiben und weiter steigen.
26.06.13, 22:36:43

subnoi

(Advanced Member)

Hallo,
Zitat von Marco:

Er kann bei seinen langen Zügen leider nur mit Holz befeuert werden.

Ist das so? Andere Quellen behaupten, dass man einen Rost einbauen kann und dann mit z.B. Kohle heizen kann. Wenn mann das von vornerein bedenkt und einen Abgedeckten Rost einbaut mit einer umschaltbaren Luftzufuhr, dann müsste das doch funktionieren. Für die Züge ist es doch egal woher die Hitze kommt, ob aus Holz oder aus Kohle. Ist meine Vorstellung, hab aber leider nicht so viel Ahnung von der Materie verwirt

Gruss subnoi
27.06.13, 09:14:46

Moritz57

(Senior Member)

Der Grundofen ist ein Zeitbrandofen - die Abbrände sind relativ kurz - somit ist Kohle völlig ungeeignet.
27.06.13, 21:32:42

subnoi

(Advanced Member)

Hallo
Zitat von Moritz57:
Der Grundofen ist ein Zeitbrandofen - die Abbrände sind relativ kurz - somit ist Kohle völlig ungeeignet.

Das klingt irgendwie nicht überzeugend. Kohle brennt ja auch nicht ewig. Die Kohlemenge muss natürlich an die berechnete Leistung angepasst werden, da ein Kilo Kohle mehr Energie enthält als ein Kilo Holz. Für die Schamotte dürfte es aber unerheblich sein, ob der Energieeintrag innerhalb von 60 Minuten oder 90 Minuten geschieht. Es ist vielleicht sogar besser für die Schamotte, wenn der Energieeintrag langsamer geschieht, da es dann nicht zu so hohen Spannungen inerhalb der Schamotte aufgrund von Temperaturunterschieden kommt.
Also nochmal die Frage an alle Experten:
Warum sollen lange Züge eines Grundofens bei der Befeuerung mit Kohle hinderlich sein? (Vorausgesetzt man hat einen Rost und eine schaltbare Luftzufuhr eingebaut)
Gruss subnoi
28.06.13, 09:32:02

udo 240

(Senior Member)

Ich denke Dur hast recht. Braunkohlebriketts sollten funktionieren. Ledatronic o andere Abbrandregelungen wären entsprechend zu programmieren..... Eierkohlen aus Schwarzkohle würde ich nicht einsetzen. Dürften deutlich zu heiß werden.

Gruß

Udo
29.06.13, 13:18:35

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 30.06.13, 07:14:01

Man kann einen Grundofen auch für Kohle/Braunkohle bauen.
Der ist dann nicht für Holz geeignet.

Einen für Holz gebauten Grundofen kann man aber nur mit Holz betreiben. Der Zug ist für braune/schwarze Brennstoffe viel zu lang.

Der Grund liegt in der total unterschiedlichen Abbrandcharakteristik der Brennstoffe.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
30.06.13, 07:13:09

subnoi

(Advanced Member)

Hallo,
Zitat von Theo Kern:


Der Grund liegt in der total unterschiedlichen Abbrandcharakteristik der Brennstoffe.

Hier muss ich gestehen, dass mir nicht ganz klar ist, was mit der Abbrandcharakteristik verwirt gemeint ist. Kohle verbrennt vermutlich nicht so "stürmisch" und schnell wie Holz, aber was hat das mit dem langen Zug zu tun? Sorry wenns nervt...aber ich würde es gerne verstehen.

Gruss subnoi
01.07.13, 10:27:31

hasenbaer

(Senior Member)

Hallo zusammen,

Ja, es gibt einen riesigen Nachteil bei einem Grundofen:

Der Winter ist zu kurz. freuen freuen freuen

Viel Spaß in der kommenden Heizperiode.

Gruß
Christian
19.07.13, 09:41:15

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 19.07.13, 10:12:21

Zitat von subnoi:

Hier muss ich gestehen, dass mir nicht ganz klar ist, was mit der Abbrandcharakteristik verwirt gemeint ist. Kohle verbrennt vermutlich nicht so "stürmisch" und schnell wie Holz, aber was hat das mit dem langen Zug zu tun? Sorry wenns nervt...aber ich würde es gerne verstehen.

Gruss subnoi


Holz brennt schnell mit hoher Leistung ab und braucht daher einen langen Zug um die Wärme aufnehmen zu können.
Braune und schwarze Brennstoffe brennen langsam mit niedriger Leistung (dafür länger) ab.
Dem muss dann ein kurzer Zug gegenüberstehen.
Ein langer Zug würde sich hier schnell zusetzen, das Gas viel zu stark abkühlen.

Man muss immer auf die Feuerungsleistung achten.
Die ist bei Holz weit höher als bei braunen und schwarzen Brennstoffen.


Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
19.07.13, 10:10:39

udo 240

(Senior Member)

Hallo, hier nochmal ein Nachtrag zu Rissen in Grundöfen: Ich war gerade in Südtirol und habe dort in einer alten Berghütte von 1787 gewohnt. Beheizt wurde diese über für diese Region typische Grundöfen.
28.10.13, 16:26:04

udo 240

(Senior Member)

An dem Ofen sah die Kopfwand von innen betrachtet so aus:
Dateianhang:

 IMG_2481 (Medium).JPG (178.32 KByte | 6741 mal heruntergeladen | 1173.88 MByte Traffic)

Dateianhang:

 IMG_2424 (Medium).JPG (143.52 KByte | 6783 mal heruntergeladen | 950.69 MByte Traffic)

28.10.13, 16:32:56
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